Pfarreiengemeinschaft - „Jetzt geht’s los!“[
Am 29. Juni war in Wasserlos der „Startabend“ zur Pfarreiengemeinschaft Alzenau -Wasserlos -Hörstein. Die Gründung tritt nun in ihre „heiße Phase“. Laut klarer Weisung aus Würzburg sollen alle Pfarreiengemeinschaften bis zum 1. Fastensonntag 2010 gegründet sein, ansonsten droht eine zwangsweise Errichtung. Es geht also um die Frage: Gestalten wir diesen Weg aktiv, oder werden wir gestaltet? Die Pfarrgemeinderäte von Hörstein und Alzenau haben schon gute Vorarbeit geleistet und Ideen für eine Zusammenarbeit entwickelt. Leider gibt es zzt. ja in Wasserlos keinen Pfarrgemeinderat, was die Einbeziehung der Kuratie natürlich erschwert. Dennoch bildet sich demnächst eine „Projektgruppe“, die eine „Kooperationsvereinbarung“ der Gemeinden erstellt. In dieser Vereinbarung wird geregelt, in welchen Bereichen die drei Gemeinden zusammenarbeiten. Grundsätzlich aber bleibt jede Pfarrei (Alzenau, Hörstein) bzw. Kuratie (Wasserlos) selbstständig. Dies gilt vor allem für den finanziellen und rechtlichen Bereich (Kirchenstiftung). Wir sind zudem in der sehr günstigen Lage, dass die Gründung der Pfarreiengemeinschaft nicht mit einer Reduzierung des Seelsorgepersonals einhergeht. Allerdings werden ab 2010 alle Seelsorger für die ganze Pfarreiengemeinschaft zuständig sein, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Auch die drei Pfarrbüros bleiben erhalten, mit leicht reduzierter Stundenzahl. Somit dürfte uns ein „weicher“ Übergang in die Pfarreiengemeinschaft gelingen. Vielleicht fragt sich nun einer: „Warum denn überhaupt eine Pfarreiengemeinschaft, wenn sich doch eh‘ kaum was ändert?“ Die Antwort darauf muss ganz nüchtern lauten: Weil wir nicht wissen, was in zehn oder gar zwanzig Jahren sein wird. Der Personalmangel, der Rückgang der Katholikenzahl und der Einbruch der Kirchensteuereinnahmen erzwingen gleichsam neue Formen der Zusammenarbeit zwischen einzelnen Gemeinden. In anderen Bistümern hat man sogar ganz radikal Pfarreien aufgelöst. Diesen Weg will die Würzburger Diözesanleitung vermeiden. Aber es geht darum, unser Bistum „zukunftsfähig“ zu machen, damit uns die Entwicklung nicht eines Tages überrollt. Doch steckt in jeder Krise auch eine Chance. Die Erfahrung der meisten Gemeinden, die schon in eine Pfarreiengemeinschaft integriert sind, ist: Es muss nicht jede Pfarrei alles allein machen. Wir dürfen auch von den Traditionen, Stärken und Charismen anderer profitieren. Neudeutsch gesprochen geht es hier um „Synergie-Effekte“, d.h. durch Zusammenarbeit von den Stärken der Partner zu profitieren und Probleme gemeinsam anzugehen. Wichtig für einen positiven Weg in die Pfarreiengemeinschaft ist es zunächst einmal, sich auf diesen Weg auch einzulassen und nicht ängstlich jede Veränderung abzuwehren. Wie sich das Ganze entwickeln wird, werden die kommenden Monate bringen. Ich möchte aber sehr deutlich betonen: Bei der Pfarreiengemeinschaft geht es nicht um irgendwelche Spielereien der Bistumsleitung oder der Hauptamtlichen. Es geht um die Zukunft unserer Pfarreien. Wohin uns dieser Weg konkret führen wird, ist noch nicht abzusehen. Aber eines ist sicher: Es ist ein Weg mit uns allen. Auf diesem Weg schenke Gott uns seinen Segen! Pfarrer Jan Kölbel, Leiter der zukünftigen Pfarreiengemeinschaft Alzenau-Wasserlos-Hörstein Ein Name für die zukünftige PfarreiengemeinschaftWir suchen einen aussagekräftigen Namen. Sie können sich an dieser Suche beteiligen! Mit einem gemeinsamen Namen wollen wir etwas von unserem „geistlichen Profil“, unserem „Leitbild“ oder auch unserer „Berufung“ als Pfarreiengemeinschaft zeigen. Der Name (zum Beispiel der eines oder einer Heiligen) soll einen gemeinsamen Aspekt betonen, ohne eine einzelne Pfarrei oder Kuratie hervorzuheben. Machen Sie mit und teilen Sie uns Ihre Idee schriftlich mit! Der Pfarrgemeinderat (PGR) in einer Pfarreiengemeinschaft (PG) In unserer Pfarreiengemeinschaft wird es zunächst weiterhin in jeder Gemeinde einen eigenen PGR geben. (Sie werden am 7. März 2010 neu gewählt.) Was die gesamte PG angeht, wird in einem „Gemeinsamen Ausschuss“ beraten.
Ausführliche Informationen des Bistums Würzburg auf http://www.pfarreiengemeinschaft.bistum-wuerzburg.de
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